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Lehrermangel bleibt ein Schwerpunktthema in Ostsachsen

Der Vorsitzende der Jungen Union Görlitz Clemens Kuche fordert hinsichtlich der Planungen für das neue Schuljahr und der anstehenden Landratswahl weitere Anstrengungen um genügend Lehrkräfte für Ostsachsen zu finden. „Der Beruf ist erstrebenswert, wir müssen aber feststellen, dass die bisherigen Maßnahmenpakete des Landes nicht genügend im ländlichen Raum ankommen.“

Von den 32.700 sächsischen Lehrkräften ist ein Drittel 57 Jahre oder älter. Das Land Sachsen hat in der vergangenen Legislatur bereits auf den anstehenden Generationenwechsel reagiert: neben zusätzliche Studienkapazitäten und der Möglichkeit zur Verbeamtung wurde ein Sonderzuschlag für den ländlichen Raum eingeführt. Zudem wurde wieder eine Ausbildungsstätte für den Vorbereitungsdienst in Löbau geschaffen, die sich jedoch auf Grundschullehrkräfte beschränkt.

„Die Schüler in Ostsachsen haben nicht nur Anspruch auf schnelles W-Lan, sondern erst recht auf gut ausgebildete Lehrkräfte. Gute Bildung ist unsere wichtigste Ressource, deshalb braucht es eine weitere Regionalisierung der Lehrerausbildung. Neben einem Ausbau der Kapazitäten in Löbau sollte deshalb auch über gesonderte Studiengänge an der Hochschule Zittau-Görlitz etwa in den Fächern Informatik oder Chemie nachgedacht werden.“ Bereits seit 2020 stehen solche Überlegungen im Raum.

Der wichtigste Punkt bleibt jedoch das Bild unseres Landkreises nach außen: „Ob Ärzte, Anwälte, Ingenieure oder Lehrer, neben guten Arbeitsbedingungen bleibt die Lebensqualität das wichtigste Entscheidungskriterium für den Schritt in ein Leben abseits der Metropolen. Deshalb brauchen wir neben Wertschätzung für die Arbeit attraktiven Wohnraum, eine gute Infrastruktur und, -besonders nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie wieder abwechslungsreiche Kulturangebote.